Nischenseiten Challenge 2018 – Teil 1 | Eine Vorbemerkung

Da ich meine erste Idee für eine lukrative Nische verworfen habe, folgt nun mein zweiter und ernsthafter Versuch. Dieses Mal möchte ich dem Ganzen ein paar Bemerkungen voranstellen, denn ich glaube die aktuelle Nischenseiten Challenge findet in einem veränderten Umfeld statt. Daher halte ich es für sinnvoll, eine kurze „Inventur“ dieses Umfeldes zu machen, neue Trends zu berücksichtigen und sich letztlich darauf einzustellen.

Ich denke dabei vor allem an Social Media – aber immer der Reihe nach.

Nischenseiten Challenge 2018 Teil 1 -Vorbemerkung
Bild: Pixabay | Nischenseiten Challenge 2018 Teil 1 -Vorbemerkung

Verändertes Umfeld – Brainstorming

Worin dieses veränderte Umfeld, von dem ich eingangs sprach, genau bestehen soll, versuche ich mit Hilfe eines kurzen Brainstormings zu zeigen.

Das Folgende ist mir dazu eingefallen:

Google und die Updates

Zunächst denke ich da an die Google Updates und ihre Auswirkungen auf sämtliche SEO Maßnahmen. In diesem Jahr hat Google bisher schon 5 solcher Updates ausgerollt. Nischenseiten Challenge bedeutet, dass man eine lukrative Webseite erstellt, die, um lukrativ zu sein, natürlich bei der größten Suchmaschine der Welt an vorderer Stelle ranken muss. So weit, so trivial.

Deshalb ist es wichtig, zu wissen oder zumindest ungefähr abzuschätzen, in welche Richting sich der Suchmaschinengigant bewegt, und was man daraus ableiten kann.

Systrix bietet hier eine hervorragende Übersicht aller Google Updates in einer TimeLine an. Es lohnt sich, auch die verlinkten Inhalte zu lesen – so sieht es zum Beispiel danach aus, dass Google an Webseiten, die sich mit Gesundheit und Geld beschäftigen, zukünftig strengere Qualitätsmaßstäbe anlegen will, zu denen u.a auch die Autorität des Verfassers gehören wird.

SEO Entwicklungen

Von solchen Details mal abgesehen, würde ich die generelle SEO Entwicklung in 4 Punkten zusammenfassen, die das Google Ranking und damit den Erfolg der Nischenseite vermehrt beeinflussen werden.
Nische finden SEO

  1. Multimedia Lösungen abieten – das Zusammenspiel von Text, Bild, Animation, Audi und Video wird wichtiger.
  2. Social Media Kanäle nutzen – die Nischenseite sollte mit allen SMK verknüpft werden, weil eine Website nur einer von vielen Kanälen ist, auf denen Menschen nach Lösungen suchen.
  3. User Intent im Blick haben – logisch irgendwie und eigentlich der Kerngedanke von Google. Denn wenn Googles Suchergebnisse dem User nicht mehr gefallen, wäre google überflüssig. Liefert man also Seiten, die dem User gefallen, dann gefallen sie auch google.
  4. Die Sprachsuche kommt – vmtl. langfristig werden sich sowohl Fragen als auch die Antworten der natürlichen Sprache anpassen und damit Suchanfragen wie „tasche rot günstig“ zurückgehen. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man zum Beispiel auf LongTails optimiert.

Man kann darüber streiten, ob das wirklich die wesentlichen Punkte sind und/oder noch weitere dazugehören. Für ein Brainstorming reicht es vorerst allerdings.

Fake Test Seiten sind 2015…

Falls du nicht weißt, was Fake Test Seiten sind – hier auf simplebird.de findets du meine Fake-Test Seiten Exklusivstory mit allen Hintergründen und -personen. 😉

Kurzum, Fake Tests sollte man entweder lassen oder sehr clever vorgehen. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat mittlerweile ein kleines Paper zu diesem Thema veröffentlicht:

Warentests und Testsiegel im geltenden Lauterkeitsrecht

Der Punkt Social Media

Ehrlich gesagt, ich bin ein altmodischer Typ, der gerne mit Stift und Papier arbeitet und darüber hinaus mit Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. herzlich wenig anfangen kann. Mir gehen die meisten Youtuber auf die Nerven, die Instragram-Girlies kann ich kaum auseinander halten und Twitter erschließt sich mir überhaupt nicht.
social-media

Social Media Kanäle habe ich bisher lediglich für eine Nischenseite genutzt und für zwei andere Projekte, die ich mit Freunden betreibe, und bei denen wir Facebook und Instagram vorwiegend als Vertriebskanal nutzen, weil Google Ads zu teuer sind.

Das ist keine natürlich keine vernünftige Strategie in Bezug auf Nischenseiten, oder in Bezug auf Irgendwas! Nicht, dass ich glaube, Webseiten seien überflüssig oder stünden kurz vor dem Aussterben, aber eigentlich kann es im Jahre 2018 keine Nischenseiten Challenge geben, die nicht gleichzeitig eine Social Media Challenge wäre.

Zahlen zu Social Media

Die Zahlen und Fakten zu Social Media sprechen eine deutliche Sprache. Wer sich einen aktuellen Überblick verschaffen möchte, dem sei der soziodemographische Abriss „2018 Social Audience Guid“ von Spredfast ans Herz gelegt. Daneben lohnt sich ein Blick auf die recht aktuelle Influencer Marketing Studie vom BVDW und INFLURY. Und zuletzt sei noch auf die „State of Digital 2017“ Studie von We Are Social und Hootsuite verwiesen.

  • – Über 80% der 18-49 Jährigen nutzen Facebook. Selbst bei über 65 Jährigen sind es noch über 60%.
  • – 53% aller Teenager bevorzugen Instagram, um sich über neue Produkte zu informieren.
  • – Auf youtube verbringen die User durchschnittlich 40 Minuten ihres Tages.
  • – Influencer Marketing (38%) nähert sich stetig der Reichweite von Werbevideos (47%).

Man könnte diese Liste natürlich noch weiter ergänzen, aber ich denke der Punkt ist klar: Die Menschen verlagern einen wachsenden Teil ihrer Lebenszeit auf Social Media Plattformen: Sie suchen dort den Austausch mit Freunden, Unterhaltung, Informationen und natürlich auch Produkte bzw Produktempfehlungen.

Eine Nischenseite muss Social Media kompatibel sein

…und das heißt, meine Nischenseite muss Social Media kompatibel sein. Social Media kompatibel bedeutet aber nicht nur, dass ich auf Multimedia setzen muss (Bilder, Animationen, Podcast und Videos), sondern in erster Linie muss ich mit den Usern in Kontakt treten, was mit einer mehr oder weniger anonymen produktxy.de Seite nur unzureichend möglich ist.

Damit gerate ich allerings in einen Konflikt mit dem Credo der Nischenseiten: passives Einkommen durch möglichst wenig Pflegeaufwand. Ich fürchte nur, im Zeitalter von Social Media wird man einen höheren Pflegeaufwand für die Nischenseiten nicht umgehen können.

Fazit – Worauf ich bei den Ideen für meine Nischenseite achten muss

Aus den vorhergehenden Überlegungen ergibt sich für mich eine kleine Liste mit Kriterien, die ich an meine Nischenfindung anlegen werde.

  1. Suchvolumen, Konkurrenz und Monetarisierungspotential bleiben absolute Basics, die ich natürlich zuallererst prüfen muss.
  2. Multimedia Content ist unabdingbar, ich muss also eigene Bilder und Videos erstellen können. Bei klassichen Produktnischenseiten wird das teuer bzw. dauert lange. (Unternehmen senden auch gern Proben zu, allerdings nicht an jeden und nicht für halbfertige Seiten ohne Ranking.)
  3. Die Option Texte einzukaufen wird teurer oder fällt aus. Social Media Content zu erstellen bedeutet, User verstärkt auf der persönlichen Ebene anzusprechen und einen eigenen, wiedererkennbaren Sprachstil zu pflegen.
  4. Social Media beduetet auch, dass ich regelmäßig Neues (neue Bilder, neue Texte, kleine Angebote) veröffentlichen und auf Fragen antworten muss. Das Gegenteil einer passiv rumliegenden Nischenseite. Meine Nische muss das aber auch hergeben, ohne dass die einzige Neuigkeit der Produkte darin besteht, veraltet zu sein.
  5. User Intent: Das Produkt muss eine eine Lösung für ein Problem anbieten können. Es wäre also sinnvoll, eine Nische zu wählen, die die Fragen einer bestimmten Klientel in Produktform beantwortet.

So, mehr fällt mir dazu erstmal nicht ein. Über meine Nischenfindung berichte ich (hoffentlich) am nächsten Wochenende.

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