Fake-Test Seiten – die Exklusiv Story auf simplebird.de

Die sagenumwobenen Ereignisse, von denen ich berichten will, und deren Folgen noch unabsehbar sind, fanden ihren Anfang im kalten Januar 2017. Eingeweihte behaupten, dass die Sache (Fake-Test) schon viel früher begann, aber dazu später.

Auf jeden Fall, lieber Leser, war das Geschehe so ungeheuerlich, dass Großmüttern und Großvätern noch in 100 Jahren, wenn sie ihre genmanipulierten Enkel auf die Schösse setzen, um ihnen diese Geschichte zu erzählen, ein kalter Schauer über den Rücken laufen wird.

Zwei Konkurrenten, an Ansehen gleich, entfachten neuen Streit aus altem Hass – große und kleine Blogger schrieben sich die Finger blutig, das aufgeklärte Intellektuellen-Blatt „Die Welt“ berichtete darüber, das Handels-Blatt „Handelsblatt“, die altehrwürdige „New York Times“ und sogar das renommierte Wissenschaftsmagazin „Gallileo“ nahmen sich der Sache an.

Die Straßen füllten sich mit erregten Demonstranten und die Bundeskanzlerin musste sich erklären: „Unsere Gemeinsamkeiten verbinden uns, sie sind die Grundlage unserer gemeinsamen Zusammenarbeit auf beiden Seiten.“
Den Satz verstand zwar keiner, aber die Sache war nicht mehr vom Tisch zu kriegen.

Es gab Fake-Test Seiten!

Fake-Test Seiten? Was ist das und was war überhaupt passiert?

Der Legende nach geschah folgendes:

An einem kalten Dezembertag, kurz vor Heilig Abend, am Firmament leuchteten still und gelangweilt die Sterne, war der Weihnachtsmann zum Last Minute Shopping in den nächstgelegen Kobold Komerztempel aufgebrochen. Unglücklicherweise kam er dort nicht an. Auf halben Weg brach das linke Hinterrad seines Schlittens und er bretterte gegen eine sture alte Wolke, die  partout nicht aus dem Weg wehen wollte. Glücklicherweise wurden weder der Weihnachtsmann noch die Rentiere verletzt, nur Rudolph holte sich eine rote Nase.

Der Weihnachtsmann-Schlitten hingegen war ein Totalschaden, irreparabel demoliert – die hintere linke Achse gebrochen, die Sitzheizung aus, die vergoldeten Hörner verbogen und die rechte Schiene nicht gewachst.

„Gottverd.. Schei… nochmal“, fluchte der Weihnachtsmann, „…schöne Bescherung!“

Um die Letztere aber nicht aufs Spiel zu setzten, musste ein neuer Schlitten her. Und zwar schnell. Aber welcher Schlitten war gut genug für den Weihnachtsman? Da gab es viel zu bedenken. Winterreifen musste er haben, fliegen sollte er können, mit FSC zertifiziertem Mahagonie-Interieur und eingebautem GPS. Auf keinen Fall dürfte es so ein billiger China-Schlitten sein!
Mit Grauen erinnerte sich der Weihnachtsmann an das letzte Mal, als er einen neuen Schlitten kaufen musste – eine unüberschaubar große Auswahl erschlug ihn, und jeder Schlitten sollte der Beste sein. Es hatte eine Ewigkeit gedauert, bis er sich entschieden hatte – und nun hielt das Mistding nach schlappen 120 Jahren nicht mal eine flotte Linkskurve aus.

Die Stirn in Falten gelegt, überlegte der Weihnachtsmann, was jetzt wohl zu tun wäre. Man bräuchte jemanden, der sich die Sache schon mal angesehen hat, dachte er, jemand der alles begutachtet hat und die verschiedenen Schlitten auf Herz und Nieren geprüft. Man bräuchte einen TEST!

Das war die rettende Idee. Gedacht, gesagt, getan. Der Weihnachtsman zückte sein sPhone 9* (*SantaPhone 9, Anm. der Redaktion) und tippte „Schlitten Test“ bei google ein.

Und siehe da, an erster Stelle tauchte eine sympathische, grundehrliche und offenbar von kompetenter Hand geführte Seite auf, die sich expertentesten.de nannte, wo also nicht etwa Hinz und Kunz, sondern echte Experten die Tests durchführten. Der Weihnachtsmann unterdrückte ein gnädiges Grinsen, schließlich konnte es wohl kaum einen größeren Schlittenexperten geben als ihn selbst. Da aber Großmut und Nachsichtigkeit in seiner Natur lag, und die Experten von expertentesten.de ja Experten waren, klickte er sich durch die Testberichte.

Tests, die Maßstäbe setzen

Wow! Und was für Tests das waren!

Die Schlitten wurden bestellt, die Verpackung inspiziert, durch die Folie gespäht, alles ausgepackt,  die Müllmenge begutachtet, Gewicht und Längen gemessen, Holz, Schrauben, Lack und Kantenblech gecheckt, die Verarbeitung bewertet, und die Sicherheit kontrolliert.

Na gut, dachte der Weihnachtsman, diese Informationen hätte man auch auf Amazon oder der Hersteller-Seite gefunden. Und die Sicherheit prüft ja schon der TÜV. Aber das war ja auch gut so! Schließlich darf ein Test ja keine Produkteigenschaften hinzudichten oder verschweigen, sondern sollte sie untersuchen – und das war gemacht worden.

Zu guter Letzt wurde sogar Probe gerodelt. Tolle Sache, dachte der Weihnachtsman, schade nur, dass es davon kein einziges Foto oder Video gab. Die Rodelpartie hätte ihn schon interessiert.

Aber gut, eigene Fotos und Videos sind was für Amateure und beweisen nichts, außer vielleicht, dass man im Besitz einer Kamera ist. Außerdem konnten Fotos trügerisch sein. Es gab allerlei Schlitzohren, die arglose User hinters Licht zu führen versuchten, Bilder manipulierten und Videos fälschten usw.. einfach ekelhaft! Da war es ehrlicher und überzeugender mit so etwas gar nicht erst anzufangen.

Und wenn es eines letzten Beweises für die Unabhängikeit der Experten bedurfte, dann waren es die eingebundenen Videos (wenn es welche gab),  die allesamt von Menschen stammten, die mit der Seite expertentesten.de in keinem erkennbaren Zusammenhang standen.

Ausgezeichnet, ein untrügliches Zeichen für professionelle Distanz ist es bekanntlich, anderen Meinungen Raum zu geben, damit der unbedarfte Dritte (der Leser) sich ein möglichst genaues und vollständiges Bild machen konnte.

Schlittenfahrt in Panama

Überwältigt von diesem herausragenden, authentischen Testportal warf er einen kurzen Blick auf das Impressum, diese Leute hatten sich ja ein deftiges Extra-Weihnachtsgeschenk verdient. Das Impressum war eine Bilddatei (hervorragend, konnte man sich ausdrucken) und die Firma selbst ein Offshore Unternehmen in der Steueroase Panama.

An diesem Punkt war der Weihnachtsman kurz davor eine Träne zu vergießen. Wer in Panama Schlitten testete war ja nun über jeden Zweifel erhaben. Nur grundehrliche Menschen mit hehren Idealen würden auf die Idee kommen, ausgerechnet in Panama eine große Eis- und Schneehalle zu errichten, um Schlitten zu testen.

Daniel Brückner meldet sich

Grade als der Weihnachtsmann die Bestellung abschicken wollte, klingelte sein Telefon. Ärgerlich, er hatte wirklich keine Zeit mehr. Ein gewisser Daniel Brückner meldete sich am anderen Ende, der sich als Grossinquistor des Affiliate Marketing vorstellte, und behauptete, er hätte bereits jedem außer dem Weihnachtsmann geschrieben, dass man bei diesen Test-Seiten höllisch aufpassen müsse!!! Viele, wenn nicht gar die meisten dieser Test-Seiten seien FAKE-TEST Seiten.

Woher er seine Nummer habe, fragte der Weihnachtsmann erstaunt. Das tue nichts zur Sache, antwortete Brückner unwirsch, er habe schließlich auch Kontakte zu „Welt“, „Gallileo“ und dem Osterhasen. Die Zeit sei knapp und er habe wichtige Informationen.

Ein halbe Stunde später, nachdem Daniel Brückner dem Weihnachtsmann alles bis aufs kleinste Detail erzählt hatte, auf seine Seite toptestsieger.de verwiesen und den Wunschzettel von testbericht.de verlesen hatte, saß der alte Weihnachtsmann bedrückt auf seinem kaputten Schlitten, den Kopf in die Hände gestützt und seufzte. Ach, man könne sich auf nichts mehr verlassen, brummte er, was war nur aus dieser Welt geworden? Konnte man denn keinem mehr trauen?

Doch, rief Brückner, bereit für die Schlusspointe, du kannst mir vertrauen, lieber Weihnachtsmann! Und meinen Freunden von testbericht.de. Besuch uns dochmal bei facebook und…pling plang plong. In diesem Moment ging das Telefon aus, Akku leer!

Wie ging es weiter?

Was am weihnachtlichen Himmel danach geschah, ist nicht überliefert, und gehört ins Reich der Spekulationen und wilden Verschwörungstheorien. Ob der Weihnachtsmann seinen neuen Schlitten bekam, ob er wirklich alle Geschenke rechtzeitig ausliefern konnte, ob Rudolphs Nase immer nocht rot ist? Niemand weiß es.

Unter dem Himmel aber erhob sich eine epische Schlacht zwischen Immoral und Doppelmoral, gegen die die Underworld Kriege zwischen Vampiren und Werwölfen wie ein laues Sommerlüftchen am Strand von Panama erscheinen.

Die Fronten verhärteten sich, es hagelte Vorwürfe und Gegenvorürfe, die Fake Test Seiten wurden von einer ungeheuren Abmahnwelle überfluttet, die Nischenseiten Challenge geriet in Verruf, bei ihr ginge es nur ums Geld.

Fritz Stecknadel (bennannt nach der Größe seines Gemächts, wie mir ein Fangirl anvertraute) durfte keine Spülmaschinen mehr fake test (en), seine Jünger erhielten eine ganze Woche Laptopverbot von ihren Eltern, Rainer Azon-Profi bekam schlechtes Karma und schleuderte wilde Krebs- und Anti-Liebes-Flüche um sich, die er in einem Harry Potter Buch gefunden hatte, und Lukas Kurth ritt auf einem Esel in die Schlacht.

An der Stelle wollen wir diese groteske Szenerie verlassen, lieber Leser, ich sorge mich ewtas um dein Karma.

Und der Geschicht‘ Moral doch gleich…?

..teste nicht Großgeräte gleich,

halte dich an kleine Sachen,

die sich in der Not

auch selbst beschaffen lassen.

Was kann man noch aus dieser Fake-Test Seiten Sache lernen?

Es gibt im Grunde drei Learnings, die ich für mich aus dieser Sache gezogen habe, und über die auch du mal nachdenken solltest, lieber Leser.

1. Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

2. Augen auf beim Eierkauf.

3. Dumm fickt gut. (Testbericht folgt…)

In diesem Sinne, meine Freunde. Bis in 2 oder 3 Jahren, wenn meinen nächster Artikel erscheint.

Sonnige Grüße aus Panama.
Fake Test Seiten - Vorteile Nachteile

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6 comments

        1. Hallo Rainer,

          das kann ich Dir natürlich sagen. Ich habe die maximale Breite zweier Container auf 1300 px erhöht, was sich wahlweise im Child-Theme oder über den Customizer machen lässt.

          .mh-container, .mh-container-inner {
          max-width: 1300px;
          }

          Grüße
          Robert

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